Feierliche Ballotage zur Aufnahme von Patrick Hess

Im Rahmen einer feierlichen Generalversammlung hat die St. Sebastiani Armbrustschützen-Gesellschaft anno 1250 Herzogenrath einen neuen Schützen in ihre Reihen aufgenommen: Patrick Hess.

Die traditionsreiche Aufnahme erfolgte nach altem Brauch durch die sogenannte Ballotage. Dieses historische Abstimmungsverfahren, das seit vielen Generationen Bestandteil der Bräuche der Gesellschaft ist, wird bis heute in feierlicher Form gepflegt. Dabei geben die Schützen ihre Stimme geheim mit weißen und schwarzen Kugeln ab. Die weiße Kugel steht für die Zustimmung zur Aufnahme, die schwarze Kugel für eine ablehnende Stimme.

Vor Beginn der Ballotage wurde der Bewerber den anwesenden Schützen vorgestellt. Anschließend erläuterte der Erste Schützenmeister den Ablauf der traditionellen Abstimmung. Nach Durchführung der Wahl stand fest, dass Patrick Hess mit großer Zustimmung in die Gesellschaft aufgenommen wurde.

Mit der Aufnahme verbindet die Gesellschaft nicht nur die Pflege historischen Brauchtums, sondern auch die Weitergabe ihrer Werte von Gemeinschaft, Tradition und Verbundenheit mit der Stadt Herzogenrath. Die St. Sebastiani Armbrustschützen-Gesellschaft freut sich, mit Patrick Hess einen neuen Schützen in ihren Reihen begrüßen zu dürfen und wünscht ihm viele Jahre der kameradschaftlichen Verbundenheit sowie erfolgreiche und schöne Stunden im Kreise der Gesellschaft.

Schützen 2026
Schützen 2026

Schützenfest 2026 am Fuchsberg in Herzogenrath, 4. bis 6. Juli 2026

Die traditionsreiche St. Sebastiani Armbrustschützen-Gesellschaft anno 1250 Herzogenrath lädt vom 4. bis 6. Juli 2026 zum diesjährigen Schützenfest am Fuchsberg ein.

Als eine der ältesten Schützengesellschaften Europas blickt die Gemeinschaft auf eine über 776-jährige Geschichte zurück. Ihre Ursprünge reichen bis ins Jahr 1250 zurück, als sich aus einer Bürgerwehr zum Schutz der Stadt eine Schützengilde entwickelte, die bis heute fest im kulturellen Leben Herzogenraths verankert ist. 

Das traditionelle Vogelschießen bildet auch in diesem Jahr den Mittelpunkt des Festgeschehens. Seit dem 19. Jahrhundert wird diese besondere Form des Armbrustschießens am Fuchsberg ausgetragen und zieht zahlreiche Besucherinnen und Besucher an. 

Programmübersicht:
• Samstag, 4. Juli 2026 (15:30–19:00 Uhr)
Scheibenpreisschießen und Preisvogelschießen

• Sonntag, 5. Juli 2026 (15:30–19:30 Uhr)
Königsvogelschießen und Preisvogelschießen

• Montag, 6. Juli 2026 (16:30–19:00 Uhr)
Preisvogelschießen

Für die musikalische Unterhaltung sorgt der Harmonie-Verein Cäcilia 1858 Herzogenrath-Afden e.V.
Für das leibliche Wohl sorgt die St. Sebastianus Schützenbruderschaft Herzogenrath-Afden 1850 e.V. mit Grill und Kuchenbuffet.

Das Schützenfest ist ein fester Bestandteil des kulturellen Lebens in Herzogenrath und verbindet gelebte Tradition mit geselligem Beisammensein. Gäste und Interessierte sind herzlich eingeladen, die besondere Atmosphäre dieses historischen Brauchtums zu erleben.

2026 Schützenfest
2026 Schützenfest

Spendenübergabe im Haus Forensberg des ABK Hilfswerks

Zu den Traditionen unserer Gesellschaft gehört die Durchführung einer „Zylinderspende“ im Rahmen des jährlichen Schützenessens zu Mittfasten. Auch in diesem Jahr durften wir hierzu Freunde und Gönner unserer Gesellschaft im Soziokulturellen Zentrum Klösterchen festlich begrüßen. Im Rahmen der Veranstaltung hat unser Waffenmeister, Torsten Metten, mittels eines Vortrags die Verbreitung der Armbrust als Waffe in der Zeit der ersten urkundlichen Erwähnungen unserer Gesellschaft und in den folgenden Jahrhunderten erläutert.
Im Verlauf des Abends bitten wir unsere Gäste um eine Spende für einen wohltätigen Zweck, die in der Stadt Herzogenrath Verwendung finden möge. Als Spendenziel haben wir in diesem Jahr das Haus Forensberg des ABK Hilfswerks ausgewählt. Im Haus Forensberg in Herzogenrath leben 24 junge Erwachsene mit einer intellektuellen Behinderung und herausforderndem Verhalten. Die Menschen, die dort leben, sind üblicherweise von schwerwiegenden Ereignissen und Erlebnissen geprägt und werden dort auf eine Integration in unsere Gesellschaft vorbereitet. Wenngleich die Grundausstattung des Hauses gesetzlich gesichert ist, sind darüber hinaus gehende Aktivitäten oder Ausstattungen nur mittels Spenden zu finanzieren. So freuen wir uns sehr, dass die Gäste unseres Schützenessens großzügige 1.050,- Euro für das Haus Forensberg in den Zylinder gespendet haben. Pünktlich zum Frühlingsstart konnten wir diese Spende an den Geschäftsführer des Hauses, Florian Zintzen, übergeben.

2026 Spendenübergabe ABK
Spendenübergabe ABK, Dr. Rolf Wieland, Florian Zintzen, Professor Dr. Jürgen Karla

In die Zeit gefallen

Gastbeitrag – Dr. Guido Rodheudt, Schützenkaplan – Pfingsten 2025

Ein ruhiger Sonntagabend im Sommer. Die Straßen von Herzogenrath sind wie menschenleer. Man bereitet sich in der typischen Langeweile des ausklingenden Wochenendes auf den Montag vor. Die einen liegen vor dem Fernseher, die anderen raffen schon einiges zusammen, was sie in der beginnenden Woche für ihre Aufgaben brauchen, die wenigsten sind vor der Türe, trotz schönen Wetters. Nur die Eisdiele und die beiden verbliebenen Kneipen sammeln vor ihren Türen noch Konsumenten.

Da naht der Klang einer Blaskapelle. Zunächst ist es der dumpfe Rhythmus der großen Trommel, später die Töne, die die Instrumente produzieren. Marschmusik begleitet den Zug der „Herrenschützen“ an ihrem Fest am ersten Julisonntag. Der Schützenkönig ist ermittelt und wird von den Mitstreitern, gekleidet im Stresemann und mit Zylinder behütet, durch die Straßen der Stadt begleitet. Es ist ein kurzer Zug, der im Wesentlichen aus den Schützen, dem Ehrenschützen, dem Bürgermeister und dem Schützenkaplan besteht, musikalisch in Form gebracht durch die Mitglieder der Harmonie St. Cäcilia und eskortiert von einem mit Blaulicht blinkenden Streifenwagen der Polizei.

Schaulustige gibt es keine. Obwohl der kleine Lindwurm etwas Augenfälliges an sich hat. Man wähnt sich im neunzehnten Jahrhundert im Angesicht der antiquiert ausstaffierten Herren. Der Schützenkönig grüßt dennoch tapfer mit schwenkendem Zylinder allen entgegen, die per Zufall einen Blick auf den Zug werfen: angehaltenen Autofahrer an der Kreuzung und Menschen hinter Fenstern mit zurückgezogenen Gardinen, die die Neugierde vom Sofa geholt hat. Sie winken freundlich zurück. Für einen Moment blitzt so etwas wie Freude an Wertschätzung durch einen Monarchen auf – auch wenn er nur durch sein Geschick an der Armbrust seine Würde erlangt hat.

Einige wenige Kinder sind noch auf der Straße. Erkennbar ist ihnen die Schützen-Tradition unbekannt. Sie sind diejenigen, die als einzige an dem kleinen Schauspiel ein größeres Interesse entwickeln, das für ein paar Minuten eine Abwechslung in die ansonsten verschlafene Innenstadt bringt. Sie winken dem Schützenkönig zurück, laufen und hüpfen am Straßenrand mit, ohne allerdings zu wissen, daß es sich nicht um den Berufsverband der Schornsteinfeger, sondern um die Mitglieder einer beinahe achthundert Jahre alten Vereinigung handelt.

Das Szenario ist sprechend. Denn das, was die St. Sebastiani Armbrustschützen-Gesellschaft anno 1250 Herzogenrath ausmacht, findet nur noch schwer eine griffige Bedeutung im Leben ihrer vor über fünfzig Jahren am Reißbrett zusammengeschraubten Stadt. Die lange Geschichte und die vielen kleinen und großen Details zu Personen der Gesellschaft, ihrer Lebensart und einigen ihrer Lebensorte, die im Jahr 2025 in einer von Paul Akens verfassten Schrift gesammelt wurden, alles, was im Laufe der Jahrhunderte das Wirken der Schützen bestimmt hat, ist auf das Binnenverhältnis der Gesellschaft zurückgeschrumpft. Damit teilt sie das Schicksal vieler Traditionsvereine, deren Quellgrund versiegt ist: die geschlossene Gesellschaft. Es gibt keine feste Bürgerschaft der Kleinstadt mehr, in der und für die sie einst gegründet wurden. Der Bekanntheitsgrad ist dementsprechend in der durch die extreme Mobilität der gegenwärtigen Zeitläufte permanent durchgerüttelten Bevölkerung ausgesprochen gering.

Geschichte, traditionsverbundene Kultur, gesellschaftliche Standards tun sich schwer in unserer von Digitalisierung und Schnelllebigkeit geprägten Gegenwart. Das, was überkommen ist, empfindet man als anachronistisch und belegt es mit dem Begriff „aus der Zeit gefallen“. Man apostrophiert damit alles, was nicht unmittelbar der Zeit entstammt, in der man gerade lebt. Vereine, Kirchen und Veranstaltungen die, sich in ihrer Gegenwartsbedeutung aus ihrer Herkunft definieren, teilen das Schicksal einer Zwangsmusealisierung. Sie sind noch da, aber als Ausstellungsstück.

Die lange Kette an Schilderungen von historischen Bezügen der Schützengesellschaft, die aktuell auf 775 Jahre ihres Bestehens schaut, bestätigt den Eindruck, dass sich ein Bedeutungswandel vollzogen hat, der die Gesellschaft in den Status einer Konservierung gebracht hat, der historisch für die Stadtgeschichte interessant, für das Leben in der Stadt jedoch keine spürbare Bedeutung hat.

Und dennoch: trotz dieses Befundes, dem sich alle stellen müssen, die im Ranking der Wichtigkeiten einer urbanen Gesellschaft abgehängt worden sind, gibt es eine Form von Gegenwartsanalyse, die davor bewahrt, in die große Depression zu geraten. Denn das, was äußerlich betrachtet wie aus der Zeit gefallen wirkt, kann sich mit dem nötigen Mut und einer Mischung aus Selbstbewusstsein und Herkunftstreue als das reine Gegenteil erweisen. Nämlich als etwas, das gerade angesichts der wechselnden Zeitumstände, in denen wir leben, brotnötig ist. Es ist die Dokumentation dessen, was zwar äußerlich vergangen ist und dessen tagesaktuelle Wirkung marginal geworden ist, das sich aber in seinem Kern als haltbar und deswegen zukunftsfähig erweist, gerade weil es nicht aktuell sein will.

Die St. Sebastiani Armbrustschützen-Gesellschaft anno 1250 Herzogenrath ist damit dispensiert, Menschenmassen an den Straßenrand zu locken, um ihrem Schützenzug zuzujubeln. Es genügt, in Treue zu den Grundsätzen der Gesellschaft der Tradition des Schießens zu dienen, das ja bekanntlich auch heute nicht wenige Menschen bewegt, dabei am Fuchsberg zuzuschauen.

Wenn dann nach dem Vogelschuss der kleine klingende Trupp durch die einsamen Straßen zieht, bekundet dies das durchaus bemerkenswerte Beharrungsvermögen, das Traditionen haltbar macht und in dem sie „in“ die Zeit fallen, um ihnen von etwas zu erzählen, das sie hervorgebracht hat.

Es macht deswegen gerade Freude zu sehen, wie die Kinder, deren Herkunft mitnichten in dieser Stadt und ihrer Geschichte zu suchen ist, sondern in ganz weit entfernten Kulturen, sich am Schützenzug erfreuen. Für sie ist er „in die Zeit gefallen“ und belebt mit dieser Überraschung den tristen Sonntag mit einer schönen Abwechslung, die plötzlich mit der Geschichte der Stadt verbindet, in die einen die eigene Geburt, die Flucht, ein Umzug oder der Zufall geworfen hat. Das geschichtsträchtige Schauspiel spricht davon, dass es mehr gibt als Alltage. Und dass es Gemeinschaften und Feierlichkeiten braucht, die den Unsicherheiten der Gegenwart durch die Sicherung der Herkunft ihre Schärfe nehmen. Nicht durch Nostalgie, sondern durch die Tradition, deren Gegenwartstauglichkeit darin besteht, das Leben vor dem Ausverkauf seiner Wurzeln zu schützen.

 

 

 

 

Jürgen Schmitz zum Ehrenschützenmeister ernannt

Im Jahr 2007 wurde Jürgen Schmitz zum Ersten Schützenmeister der Gesellschaft gewählt. In der Folge wurde er 17-malig im Amt bestätigt. Für seine treuen und verantwortungsreichen Dienste hat die Gesellschaft im Jahr 2024 entschieden, dass Jürgen Schmitz mit der Auszeichnung „Ehrenschützenmeister“ aufgrund besonderer Verdienste ausgezeichnet werden soll.
Die Auszeichnung wurde auf dem Königsabend 2024 durch seinen Nachfolger im Amt, Professor Dr. Jürgen Karla, vorgenommen. Im Rahmen der Ehrung wurde rückblickend auf das Wirken von Jürgen Schmitz als Lenker der Gesellschaft eingegangen.

Ehrenschütze
Ernennung Jürgen Schmitz, Ehrenschützenmeister

Der Start in der Aufgabe hätte für Jürgen Schmitz nicht schwieriger ausgestaltet sein können. Mitte der 2000er Jahre wurden Veränderungen an den rechtlichen Rahmenbedingungen für die Schützengesellschaft, insbesondere mit Bezug auf die Gestaltung der Schießstätte, vorgenommen. Dies verursachte einen extrem hohen Aufwand für die sicherheitstechnische Begutachtung und die Ausstattung des Schießstandes. Jürgen Schmitz steuerte diesen Prozess und konnte so sicherstellen, dass auch weiterhin eine unfallfreie Durchführung der Schützenfeste erfolgen konnte.
Bereits im Jahr 2008 hat Jürgen Schmitz ganz aktiv die Modernisierung der Gesellschaft und ihr Auftreten nach außen hin gestaltet. Dazu gehörten neben der Repräsentation der Gesellschaft z.B. auf einigen Burgfesten auch die Neuaufnahme von Schützen in die Gesellschaft, so auch 2008 die Aufnahme von gleich drei neuen Schützen: Wolfgang Schmitz (letzter König unter der Führung von Jürgen Schmitz), Detlef Nievelstein (erster König der Ära nach Jürgen Schmitz) und Professor Dr. Jürgen Karla (seinem Nachfolger im Amt).
Unter der Führung von Jürgen Schmitz wurde sein Vorgänger, Dr. Hans Bolten, ebenfalls nach 17 Jahren im Amt, zum Ehrenschützenmeister ernannt. Bürgermeister a.D. Gerd Zimmermann, der den oben erwähnten Prozess der Neuordnung der rechtlichen Rahmenbedingungen tatkräftig unterstützte, wurde auf Vorschlag von Jürgen Schmitz im Jahr 2008 zum Ehrenschützen ernannt. In seine Amtszeit fiel außerdem die sechste Kaiserwürde in der langen Geschichte der Gesellschaft, errungen durch Wolfgang Essers.

Ehrenschützenmeister Jürgen Schmitz
Ehrenschützenmeister Jürgen Schmitz, Ehrenabzeichen
Ehrenschützenmeister Jürgen Schmitz
Ehrenschützenmeister Jürgen Schmitz, Ehrenabzeichen

Für die Gesellschaft waren die Restaurierung der Fahne „Isabella Clara“, die der Gesellschaft durch Isabel Clara Eugenia de Austria y Valois als spanische Infantin und Statthalterin der spanischen Niederlande aus dem Haus Habsburg gestiftet wurde, im Jahr 2015 sowie die Restaurierung der Figur des Hl. Sebastian im Jahr 2020 besondere Ereignisse. Auch die Schützenstange am Fuchsberg erhielt unter seiner Führung eine Restaurierung.
Von besonderer Bedeutung waren für Jürgen Schmitz immer die Beziehungen zu den Menschen in unserer Stadt Herzogenrath. Angefangen bei den Chefs der Verwaltungen bis hin zu den Mitarbeitenden in den Fachabteilungen, hier insbesondere dem Bauhof und dem Technischen Betriebsamt, ohne deren Unterstützung das jährliche Schützenfest nicht zu realisieren wäre. Aber eben auch die Öffnung der Gesellschaft für die Bürger der Stadt beim Schützenfest und bei öffentlichen Terminen war ihm eine Herzensangelegenheit. Auch die Beziehung zu befreundeten Gesellschaften war ihm besonders wichtig, hier sind u.a. der Harmonie-Verein Cäcilia, das ehemalige Trommler- und Pfeifercorps Herzogenrath sowie die Freunde der St. Sebastianus Schützenbruderschaft Herzogenrath-Afden 1850, der St. Sebastianus Schützenbruderschaft Merkstein 1633 und der Schuttersbroederschap St. Sebastianus 1617 Kerkrade zu nennen.
Professor Dr. Jürgen Karla hat in seiner Ansprache hervorgehoben, dass die Fußstapfen, die Jürgen Schmitz als Erster Schützenmeister der Gesellschaft hinterlassen hat, riesig sind. Diese gilt es für die Gesellschaft nun in den folgenden Jahren auszufüllen.

Spende an den Herzogenrather Tafel e.V. übergeben

Unsere Gesellschaft organisiert in jedem Jahr ein Schützenessen zu Mittfasten. In diesem Jahr konnten wir dazu knapp 60 Schützen und Gäste im Soziokulturellen Zentrum Klösterchen in Herzogenrath begrüßen. Anläßlich dieser Veranstaltung führen wir eine „Zylinderspende“ durch, deren Erlös einer sozialen Institution in Herzogenrath zugute kommt.
In diesem Jahr freuen wir uns, dem Herzogenrather Tafel e.V. auf diesem Wege eine Unterstützung zukommen zu lassen. Die ehrenamtlichen Mitarbeiter der Tafel kümmern sich u.a. um die Sammlung und Verteilung von Lebensmitteln an bedürftige Herzogenrather Bürger.

Spendenübergabe Herzogenrather Tafel e.V.
Spendenübergabe Herzogenrather Tafel e.V.

Auf dem Bild sind Dieter Lecher und Elke Volpp von der Tafel sowie Professor Dr. Jürgen Karla und Dr. Tobias Dreßen als Erster und Zweiter Schützenmeister bei der Übergabe des Spendenschecks zu sehen. 
Die Herzogenrather Tafel versorgt mit Ihrem Angebot regelmäßig 60 bis 120 Personen und Familien. Dazu ist ein großes ehrenamtliches Engagement unerlässlich. Der Verein muss jedoch auch erhebliche Kosten stemmen, daher ist jede Spende an die IBAN DE52 3905 0000 1070 5205 54 (Herzogenrath Tafel e.V.) herzlich willkommen.

König 2022: Wolfgang Schmitz

Im Jahr 2022 konnte die Gesellschaft endlich wieder ihr historisches Armbrustschießen auf dem Fuchsberg in Herzogenrath feiern. Seit 1837 werden der Königsvogel an diesem Ort geschossen und das Schützenfest begangen. Die Königswürde errang in diesem Jahr Wolfgang Schmitz – zum dritten Mal seit seiner Aufnahme in die Gesellschaft im Jahr 2008. Mit seinem 21. von 23 Pfeilen war er am Sonntagnachmittag erfolgreich. Zuvor war die Gesellschaft bereits unter musikalischer Begleitung der Harmonie Cäcilia feierlich durch die Straßen Herzogenraths gezogen.
Die zweithöchste Auszeichnung der Gesellschaft errang am vorhergehenden Samstag Dr. Tobias Dreßen, den bedeutungsvollen „Scheibenpreis“. In den verbleibenden Stunden wurden am Samstag, Sonntag sowie Montag des Schützenfestes weitere Preisvögel geschossen. So errangen Dr. Rolf Wieland den Silberbecher der VR-Bank, Wolfgang Schmitz den Silberbecher der Provinzial, Detlef Nievelstein den Silberbecher der Sparkasse, Guido Schmetz den Silberbecher zum Gedenken an Maria Schöngen und Professor Dr. Jürgen Karla den von Gerd Zimmermann gestifteten Silberbecher.
Das Schützenfest wurde musikalisch durch die Harmonie Cäcilia gestaltet. Für das leibliche Wohl sorgten mit erfrischenden Getränken, wundervollen Kuchen und stärkendem Grillgut die Schützen St. Sebastianus Afden.
Eine besondere Freude waren die Besuche der befreundeten Gesellschaften aus Kerkrade, Alt-Merktstein sowie Magerau.

Ergebnisse Schützenfest 2022
Ergebnisse Schützenfest 2022

Herbstball 2019 der St. Sebastiani Armbrustschützen anno 1250 Herzogenrath

Auch in diesem Jahr fand der Herbstball der St. Sebastiani Armbrustschützen-Gesellschaft Anno 1250 Herzogenrath wieder im festlich geschmückten Hof von Kasteel Erenstein statt. Der 1. Schützenmeister Jürgen Schmitz begrüßte neben den zahlreich erschienen Gästen besonders den amtierenden König der Gesellschaft, Matthias Schilling, den König der St. Sebastianus-Schuttersbroederschap 1617 Kerkrade, Geert Bemelmans sowie den amtierenden Kaiser Wolfgang Essers.

Traditionell werden beim Herbstball verdiente Schützen und der amtierende König geehrt.

Den Anfang machte Dr. Tobias Dreßen, der die zweithöchste Auszeichnung, den Scheibenpreis, erringen konnte. Darüber hinaus war Dr. Tobias Dreßen beim Abschuss des linken Seitenvogels erfolgreich.

Dr. Rolf Wieland hatte beim Abschuss des rechten Seitenvogels das notwendige Geschick. 

Am Sonntag gelang dem Schützen Matthias Schillings im 7. Schützenjahr am 7.7. der entscheidende Schuss, der ihn zum 1. Male die Königswürde erlangen ließ.

Den Becher „Maria Schöngen“, deren traditionelle Becherspende durch Christa und Peter Jordan fortgesetzt wird, erhielt Detlef Nievelstein, der in diesem Jahr besonders erfolgreich war. 2 weitere Preisbecher, den der VR-Bank sowie der Provinzial-Versicherung, konnten ihm überreicht werden.

Der Preisbecher der Sparkasse wurde von Dr. Reiner Aghte geschossen.

Der „Nellbeck“, das an Schützenjahren jüngste Mitglied der Gesellschaft, Guido Schmetz, war direkt im ersten Schützenjahr erfolgreich und holte sich den Becher des Ehrenschützen Gerd Zimmermann.

Das Schützenfest wurde am Montag mit dem Abschuss des 10. Vogels beendet. Der Mittelvogel wurde von Wolfgang Schmitz von der hohen Stange herabgeschossen.

Zu den Klängen der Kapelle Blue Ritz Trio wurde noch bis spät in die Nacht hinein getanzt und gefeiert.

Nachruf Theo Kutsch

Theo Kutsch

Die Mitglieder der St. Sebastiani Armbrustschützen-Gesellschaft anno 1250 Herzogenrath trauern um ihren ältesten Schützen

Herrn Theo Kutsch
* 1.12.1922
+ 13.6.2019


Theo Kutsch trat im Jahre 1965 in unsere Gesellschaft ein. Während seiner Zugehörigkeit errang er neben zahlreichen Preisvögeln 3-mal die Königswürde. Es war ihm vergönnt, bis ins hohe Alter erfolgreich an den Schießwettbewerben teilnehmen zu können.
Sein Wirken, seine Weitsicht, seine Freundschaft und seine völkerverbindende Art machen ihn zum bleibendem Vorbild der Gesellschaft. Wir haben ihm viel zu verdanken und er wird in der Historie unserer Gesellschaft einen besonderen Platz erhalten.
Wir verneigen uns in Ehrfurcht vor einem Menschen, der uns nahestand. Wir müssen akzeptieren, dass er uns fehlt und eine Lücke hinterlassen wird, die man nicht einfach schließen kann.
In unserer Wertschätzung wird er als guter Freund und verdienstvolle Persönlichkeit unvergessen bleiben.
Wir werden ihm ein ehrendes Gedenken bewahren.

Herzogenrath, 13.6.2019

Jürgen Schmitz
1.Schützenmeister

Wolfgang Essers
2. Schützenmeister