Drei Tage lang stand der Fuchsberg wieder ganz im Zeichen des traditionellen Schützenfestes der St. Sebastiani Armbrustschützen-Gesellschaft anno 1250 Herzogenrath. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher erlebten vom 4. bis 6. Juli spannende Wettkämpfe, gesellige Stunden und gelebtes Brauchtum in der besonderen Atmosphäre auf unserer historischen Schießstätte.
Bereits am Samstag begann das Schießen auf den Scheibenpreis und die Preisvögel. Auch am Montag wurden noch verbliebene Preise ausgeschossen. Dabei bewiesen die Schützen einmal mehr ihre Treffsicherheit und lieferten sich bis zum letzten Schuss spannende Wettkämpfe. Nach 2019 wurden somit nochmals bemerkenswert viele Vögel erfolgreich von der 37 Meter hohen Stange geschossen.
Das Schützenfest in Bildern (Foto: Peter Quadflieg)
Der Höhepunkt des Schützenfestes war das Königsschießen. Hier bewies Wolfgang Essers erneut seine außergewöhnliche Treffsicherheit und sicherte sich mit dem entscheidenden Schuss die Königswürde 2026. Neben seinen zahlreichen Erfolgen beim Preisvogelschießen setzte er seiner beeindruckenden Bilanz damit die Krone auf und wird die St. Sebastiani Armbrustschützen-Gesellschaft anno 1250 Herzogenrath im kommenden Schützenjahr als Schützenkönig repräsentieren.
Ehrung des Königs Wolfgang Essers (Foto: Peter Quadflieg)
Die erfolgreichen Schützen des Schützenfest 2026 sind:
* Scheibenpreis: Detlef Nievelstein
* Preis zu Ehren von Maria Schöngen: Wolfgang Essers
* Preis gestiftet von Gerd Zimmermann: Detlef Nievelstein
* Preis gestiftet von der Provinzial Versicherung: Wolfgang Essers
* Preis gestiftet von der Sparkasse Aachen: Wolfgang Essers
* Preis gestiftet von der VR-Bank: Dr. Tobias Dreßen
* Linker Seitenvogel: Wolfgang Schmitz
* Rechter Seitenvogel: Detlef Nievelstein
Auffällig war in diesem Jahr vor allem die außergewöhnliche Erfolgsserie von Detlef Nievelstein und Wolfgang Essers. Gemeinsam sicherten sie sich sieben der neun ausgeschossenen Preise und dominierten damit das Schießen eindrucksvoll. Dass beide zudem als Malermeister tätig sind, ließ am Schützentisch schnell die scherzhafte Bemerkung aufkommen, offenbar hätten die beiden nicht nur ihr Handwerk, sondern auch den sprichwörtlichen „goldenen Anstrich“ für besonders treffsichere Schüsse gefunden – Malermeister in Bestform.
Eine besondere Premiere erlebte zudem unser neues Mitglied Patrick Hess. Als sogenannter „Nellbeck“ nahm er erstmals am Schützenfest der St. Sebastiani Armbrustschützen-Gesellschaft anno 1250 Herzogenrath teil und konnte die besondere Atmosphäre sowie das traditionsreiche Schießen aus nächster Nähe miterleben. Die Gesellschaft freut sich, mit ihm einen neuen Schützen in ihren Reihen begrüßen zu dürfen, und wünscht ihm für die kommenden Schützenfeste allzeit eine ruhige Hand und „Gut Schuss“.
Schützenfest 2026 (Foto: Peter Quadflieg)
Wie in jedem Jahr wurde das Schützenfest von vielen engagierten Helferinnen und Helfern getragen. Der Harmonie-Verein Cäcilia 1858 Herzogenrath-Afden sorgte für die musikalische Begleitung, während die St. Sebastianus Schützenbruderschaft Herzogenrath-Afden 1850 e.V. die Gäste mit Speisen und Getränken versorgte. Ihnen allen gilt der herzliche Dank der Gesellschaft.
Das Schützenfest 2026 hat erneut gezeigt, dass die Verbindung von jahrhundertealtem Brauchtum, kameradschaftlichem Wettbewerb und geselligem Beisammensein den besonderen Charakter der St. Sebastiani Armbrustschützen-Gesellschaft anno 1250 Herzogenrath ausmacht. Die Gesellschaft bedankt sich bei allen Gästen, Unterstützern und Schützen für drei gelungene Festtage am Fuchsberg und freut sich bereits auf das Schützenfest im kommenden Jahr.
Die ersten Aufzeichnungen über die Armbrustschützen in Roda stammen aus dem Jahre 1250. Vermutlich gab es auch schon vor dieser Zeit Schützen zum Schutze der Burg und der (späteren) Stadt Herzogenrath.
In diesem Jahr beging die Gesellschaft folgerichtig Ihr 775-jähriges Bestehen. Und es sollte ein Jubiläumsfest werden, dass aufgrund vieler Besonderheiten in Erinnerung bleiben wird. Bereits vor dem Schützenfest konnten Ausstellungen in den regionalen Banken, der VR-Bank Region Aachen und der Sparkasse Aachen, kuratiert werden. In beiden Ausstellungen konnte die Gesellschaft Stücke zeigen, die sonst üblicherweise in sicheren Tresoren für die Zukunft aufbewahrt werden. Die folgenden Fotos geben einen kleinen Eindruck, mehr gibt es auf Instagram (https://www.instagram.com/st_sebastiani_1250/) und TikTok (https://www.tiktok.com/@st_sebastiani_1250) zu bewundern.
Ausstellung 2025
Das jährliche Schützenfest beginnt für die Schützen immer am Freitagabend, wenn der Fuchsberg mit Zelten, Schutzdächern und dem Schützentisch hergerichtet wird. Vorher sorgen bereits die Mitarbeitenden der Stadt Herzogenrath für die durch die polizeiliche Genehmigung geforderten Sicherungsmaßnahmen auf dem Gelände am Fuchsberg. Parallel mit den Schützen bauen die Freunde der St. Sebastianus Schützenbruderschaft Herzogenrath-Afden 1850 das Kuchenbuffet, die Grillstation und die Getränkeversorgung auf. Und dies bedeutet, dass die Vorbereitungen eigentlich schon viele Wochen vorher beginnen, denn in ordentlich bürokratischer Manier ist all das natürlich zu beantragen, zu dokumentieren und ausführlich zu begründen. Dinge die sonst immer im Hintergrund laufen, werden bei solch einem besonderen Jubiläum um so mehr offensichtlich. Und natürlich funktioniert das alles nur aufgrund der tatkräftigen Unterstützung durch die Einwinder und weitere Freunde und Helfer der Gesellschaft.
Das eigentliche Schützenfest geht dann am Samstag los. Traditionell ist der erste Vogel, der auf die 37 Meter hohe Stange aufgesetzt wird, der sogenannte Scheibenpreis. Dessen Bezeichnung geht zurück auf eine kurze Phase in der Schützengesellschaft, während der nicht auf eine Stange sondern auf einer Bahn geschossen wurde. In diesem Jahr war Matthias Schillings mit dem letzten geschossenen Pfeil in der zweiten Schießrunde erfolgreich. Das Signal des Ersten Schützenmeisters „Nicht mehr einwinden!“ war in diesem Moment bereits ertönt, gespannte Armbrüste dürfen aber natürlich noch abgefeuert werden. So konnte er sich den ersten Scheibenpreis in seiner Schützenkarriere sichern. Dieser ist immer etwas Besonderes, dürfen die Scheibenpreise in Form einer Silbermedaille am rot-gelbgoldenen Fähnchen doch bei offiziellen Veranstaltungen der Gesellschaft am Anzugrevers getragen werden.
Tatendrang machte sich sodann unter den Schützen breit und es wurde noch ein weiterer Vogel aufgesetzt: der Preisbecher der VR-Bank Region Aachen, den sich mit erfolgreichem Schuss schon in der ersten Schießrunde Dr. Reiner Aghte sichern konnte.
Die Tage am Fuchsberg sind immer durch gewisse Rituale aber auch Verpflichtungen geprägt. So wird vor jedem Schießbeginn durch die Schützen das gesamte Gelände überprüft, damit sichergestellt ist, dass sich keine Menschen mehr im Sicherheitsbereich befinden. Sodann begrüßt der Erste Schützenmeister die Schützen am Schützentisch. In diesem Jahr haben wir die Gelegenheit genutzt, am Samstag Herrn Lecher, der viel ehrenamtliches Engagement für die Tafel in Herzogenrath (https://familie-herzogenrath.de/familienatlas/tafel-herzogenrath/) investiert, zu begrüßen. Während des Schützenessens im Frühjahr haben die Gäste der Gesellschaft für die Tafel in Herzogenrath gespendet. Die dabei zustande gekommene Spendensumme in Höhe von 1.000,- Euro haben wir stellvertretend an die Tafel übergeben können.
Spendenübergabe Herzogenrather Tafel (Foto: Peter Quadflieg)
Am Samstagabend trifft sich die Schützenfamilie im kleinen Kreis, um den Abend gemeinsam ausklingen zu lassen. In diesem Rahmen stellt der jeweilige König des Vorjahres sein angefertigtes Königssilber der Gesellschaft vor. In diesem Jahr hat der König 2024, Detlef Nievelstein, sein Königssilber in Form einer Grubenlampe gestaltet. Dieses für Bergleute unverzichtbare Gut steht auch heute noch für das Licht, das Hoffnung gibt, den Weg weist und für Zusammenhalt und Gemeinschaft. Spontan hat die Gesellschaft das Steigerlied angestimmt und anschließend das Schützenlied gesungen.
Königssilber Detlef Nievelstein 2024 (Foto: Peter Quadflieg)
Der Sonntag war in diesem Jahr dem großen 775-jährigen Jubiläum gewidmet. Der Tag begann mit einer großen Messe in der Kirche St. Gertrud, gehalten durch Schützenkaplan Dr. Guido Rodheudt und musikalisch begleitet durch den Kirchenchor und die Harmonie Cäcilia 1858 Herzogenrath-Afden. An die Messe schloss sich ein Church Coffee auf dem Vorplatz der Kirche an. Zur großen Freude waren dazu viele befreundete Gesellschaften in großer Personenstärke zu Gast. Diese waren
* St. Sebastianus Schützenbruderschaft Herzogenrath-Afden 1850
* Schuttersbroedershap St. Sebastianus 1617 Kerkrade
* St. Sebastianus Schützenbruderschaft Merkstein 1633
* St. Sebastiani Schützenbruderschaft Kohlscheid
* St. Martinus-Schützenbruderschaft Kohlberg
* Schuttersbroederschap St-Sebastianus Eygelshoven
* St. Hubertus Schützen Magerau Merkstein 1921
* St. Antoni- und St. Sebastiani Armbrust-Schützenbruderschaft zu Jülich
Die Kerkrader Freunde haben unserer Gesellschaft zu diesem Anlass eine Ehrenmedaille geschenkt, die auf den folgenden Fotos zu sehen ist.
Medaille KerkradeMedaille Kerkrade Rückseite
Der Rest des Tages verlief dann jedoch völlig anders als eigentlich gedacht. Noch während der Messe begann eine starker und anhaltender Regen. Besucher und Gäste drängten sich daher unter die von Helfern aufgebauten Schutzzelte. Der Regen wurde immer stärker, so dass die Schützen eine Entscheidung treffen mussten. Und diese hatte wirklich historischen Charakter: Mindestens in den letzten fünfzig Jahren wurde immer ein Schießen am Sonntag des Schützenfestes durchgeführt. In diesem Jahr war die Wetterlage jedoch so, dass die Schützen einstimmig entschieden, dass das Schießen ausgesetzt wird. Fortan musste vieles umorganisiert werden. Die Gäste mussten informiert werden, aber auch die Polizei, die Marschbegleitung, die vielen Pfeilkinder, Einwinder und Helfer. Dennoch waren am Fuchsberg das Kuchenbuffet und die Grillstation aufgebaut, so dass spontan am Fuchsberg umgebaut wurde, Schutzzelte bereitgestellt wurden und die Gesellschaft eine Einladung an alle Gäste aussprach, uns dennoch am Fuchsberg zu besuchen und den Nachmittag dort zu verbringen. Die Harmonie Cäcilia ließ sich nicht nehmen, dieses Treffen musikalisch zu begleiten, während der Regen kein Ende nahm.
Und Musik ist ein wichtiges Stichwort. Für den Sonntagabend war eigentlich das über die Region hinaus bekannte Lagerfeuer Trio am Fuchsberg angesagt. Der unangenehme Anruf „hey, wir müssen den Tag und Abend heute leider stornieren“ wurde jedoch mit absoluter positiver Energie beantwortet: Wieviele sind denn da? Wir kommen gerne trotzdem für Euch, dann spielen wir halt in kleiner Runde. Sollen wir etwas früher kommen?
Und so spielte das Trio um 17:30 Uhr ein fulminantes Konzert unter dem großen Schutzzelt am Fuchsberg, das trotz strömenden Regens von circa 200 Besuchenden begleitet und gefeiert wurde. Die Stimmung war fantastisch und die folgenschwere Entscheidung zur Absage des Schiessens am Sonntag wurde dadurch gemildert.
Der Montag begann mit dem Aufbau des Königsabends im Pfarrheim St. Mariä Himmelfahrt. Alle Schützen haben gemeinsam mit angepackt. Sodann folgte der bange Blick in die vielen verschiedenen Wetter-Apps auf den Smartphones. Prognose um 11 Uhr war: Regen, Regen, Regen, mit einer kleinen Regenpause, wenn das Glück uns zur Seite steht. Eine Absage auch des Schießens am Montag stand im Raum. Wir entschieden uns jedoch für ein Treffen am Fuchsberg zur geplanten Zeit. Idee: wenn es mal kurzzeitig nicht regnet, schießen wir zügig den Königsvogel 2025. Doch um 14 Uhr war alles anders. Nach einer letzten kräftigen Regendusche war der Regen verzogen, es kam sogar die Sonne heraus. Und so entschieden die Zeugwarte und der Erste Schützenmeister, dass wir einen Königsvogel aufsetzen. Mit viel Erfahrung und Fingerspitzengfühl lautete die Prognose: in der dritten Schiessrunde fällt der Vogel.
Und so kam es. Nach einem spannenden Schießen, bei dem die Schützen viele kräftige Treffer erzielten, war es in der dritten Runde Wolfgang Schmitz, dem der entscheidende Treffer gelang und der damit im Jahr 2025 seine fünfte Königswürde errang.
König 2025 Wolfgang Schmitz (Foto: Peter Quadflieg)
Und so durfte Wolfgang Schmitz zum Abschluss des Jubiläumsjahr Bonbons an die anwesenden Kinder verteilen, bevor die Gesellschaft in Begleitung durch die Harmonie Cäcilia zum Königsabend ins Pfarrheim St. Mariä Himmelfahrt zog. Dort wurde bis spät in den Abend gefeiert, die ein oder andere Rede gehalten und insbesondere ein gelungener Abschluss für ein erinnerungswürdiges Jubiläumsfest begangen.
Aus Anlass des 775jährigen Bestehens der St. Sebastiani Armbrustschützen-Gesellschaft anno 1250 Herzogenrath bieten wir verschiedene Aktivitäten an, zu denen jeder eingeladen ist:
In zwei Ausstellungen präsentiert die Gesellschaft sich mit ihrer Geschichte, historischen Ausrüstungsstücken, Königsschildern und Dokumenten:
Vom 12. bis zum 20. Juni in der VR-Bank in der Bicherouxstraße, Herzogenrath
und vom 23. Juni bis zum 3. Juli in der Sparkasse am Ferdinand-Schmetz-Platz, Herzogenrath.
Die Ausstellungen ermöglichen ein Eintauchen in über sieben Jahrhunderte lebendiger Geschichte: Die St. Sebastiani Armbrustschützen-Gesellschaft anno 1250 präsentiert zwei einzigartige Ausstellungen zur reichen Tradition Ihres Schützenwesens.
• kunstvoll gearbeitete historische Armbrüste,
• seltene Originaldokumente aus mehreren Jahrhunderten,
• Schützensilber und Silberbecher,
• sowie die historische Ausrüstung der Schützen.
Diese Ausstellung lädt dazu ein, das kulturelle Erbe einer der ältesten Schützengesellschaften Deutschlands hautnah zu entdecken. Ein Muss für Geschichtsinteressierte, Brauchtumspflegende und alle, die wissen möchten, wie tief die Wurzeln unserer Tradition reichen.
Der Eintritt ist jeweils frei zu den Öffnungszeiten der beiden Banken.
Die traditionsreiche St. Sebastiani Armbrustschützen-Gesellschaft Herzogenrath lädt herzlich zum großen Schützenfest 2025 anlässlich des 775-jährigen Bestehens ein. Vom 5. bis 7. Juli 2025 erwartet Sie ein buntes Programm für die ganze Familie – mit spannenden Schießwettbewerben, musikalischer Unterhaltung und kulinarischen Genüssen.
Am Sonntag, 6. Juli 2025, um 20:00 Uhr, wird das Lagerfeuer Trio das Schützenfest der St. Sebastiani Armbrustschützen-Gesellschaft mit einem mitreißenden Live-Konzert bereichern. Das Aachener Akustik-Trio, bestehend aus Bernd Weiss (Gitarre/Gesang), Heiko Wätjen (Kontrabass/Gesang) und Yann Le Roux (Cajon/Gesang), ist bekannt für seine energiegeladenen Auftritte, bei denen das Publikum aktiv eingebunden wird. Mit einem Repertoire, das von Queen über Nirvana bis zu eigenen Kompositionen reicht, verspricht die Band einen unvergesslichen Abend voller Musik, Humor und Interaktion.
Veranstaltungsort:
Am Fuchsberg, Herzogenrath
Programm-Highlights:
🗓️ Samstag, 5. Juli 2025
⏰ 15:30 – 19:00 Uhr
🏹 Scheibenpreis & Preisvögel
🗓️ Sonntag, 6. Juli 2025
⏰ 15:30 – 19:30 Uhr
👑 Königsvogel & Gästevogel
🎶 20:00 Uhr: Live-Konzert mit dem Lagerfeuer Trio – EINTRITT FREI
🗓️ Montag, 7. Juli 2025
⏰ 16:30 – 19:00 Uhr
🏅 Weitere Preisvögel
🎺 Musikalische Begleitung durch den Harmonie-Verein Cäcilia 1858 Herzogenrath-Afden e.V.
🍽️ Für das leibliche Wohl sorgt die St. Sebastianus Schützenbruderschaft Herzogenrath-Afden 1850 e.V.
Das Schützenfest der St. Sebastiani Armbrustschützen-Gesellschaft ist nicht nur ein Höhepunkt im Veranstaltungskalender von Herzogenrath, sondern bietet auch die einmalige Gelegenheit, an einer historischen Feier zu 775 Jahren Tradition teilzunehmen. Echtes Brauchtum, spannende Wettkämpfe und eine herzliche Gemeinschaft.
Die St. Sebastiani Armbrustschützen-Gesellschaft besteht in diesem Jahr seit 774 Jahren. Der diesjährige König wird also den Festzug im kommenden Jubiläumsjahr anführen. Diese Ehre wird nach seinem erfolgreichen Königsvogelschuss Detlef Nievelstein zuteil.
Seit 187 Jahren schießt die Gesellschaft auf dem Terrain am Fuchsberg. Auch in diesem Jahr waren dazu entsprechende Maßnahmen notwendig, damit das Schützenfest für alle Beteiligten und die Herzogenrather Bürger mit maximaler Sicherheit durchgeführt werden konnte. Die Stadt Herzogenrath hat das Gelände gegen unbefugtes Betreten abgesichert, die Gesellschaft hat umfangreiche Arbeiten am Fuchsberg durchgeführt, damit auch die Pfeilkinder das Gelände sicher betreten können. Die Polizei Aachen hat in einer umfangreichen Sicherheitsabnahme den Schützenstand und die Sicherungsmaßnahmen begutachtet und das Gelände für das Schützenfest freigegeben.
So konnte am Samstag, 6. Juli 2024 das Schützenfest mit dem traditionellen Schießen auf den Scheibenpreis, die zweithöchste Auszeichnung der Gesellschaft, begonnen werden. Die in diesem Jahr acht aktiven Schützen schießen dabei gleichzeitig, im Viertelkreis um die Vogelstange stehend, auf den Vogel. Dieses Schießen ist in Deutschland einmalig und nur in Herzogenrath zu bewundern. Letztlich war Wolfgang Essers erfolgreich und errang den Scheibenpreis. Ein weiterer Vogel konnte sich bis in den frühen Abend hinein auf der Vogelstange halten, ohne dass die Schützen ihm eine große Gefahr gewesen wären. Es schien, als hätten alle Beteiligten ihre Kräfte für den Sonntag aufsparen wollen.
Vor dem Abmarsch zum Königsvogelschuss
Das Schützenfest begann am Sonntag mit einem Umzug in Begleitung der Harmonie Cäcilia durch die Stadt Herzogenrath zum Fuchsberg. Dort sprach der neue Erste Schützenmeister, Professor Dr. Jürgen Karla, erstmals zum Königsvogelschuss die Begrüßungsworte. Dabei war es ein besonderer Königsvogelschuss, denn in den beiden Vorjahren errang Wolfgang Schmitz die Königswürde. Eine dritte Wiederholung in Folge hätte ihn zum Kaiser der Gesellschaft gemacht. So war die Motivation bei allen Schützen hoch und das folgende Schießen ausgesprochen spannend. Um 18:05 Uhr war dann Detlef Nievelstein mit seinem fünften Pfeil in der fünften Schießrunde erfolgreich. Der Jubel war groß und die Reihe der Gratulanten lang. Dazu gesellten sich Bürgermeister Dr. Benjamin Fadavian, die stellvertretenden Bürgermeister Marie-Theres Sobczyk und Dr. Manfred Fleckenstein sowie Schützenkaplan Dr. Guido Rodheudt. Die Harmonie Cäcilia spielte den Sonntagnachmittag begleitend wunderbare Musik.
Königsabend 2024: Eva Nievelstein begrüßt Professor Dr. Jürgen Karla, Wolfgang Essers, Detlef Nievelstein und Dr. Tobias Dreßen
Mit großem Elan wurde nach dem Gratulationscour und dem Bedenken der anwesenden Kinder mit Süßigkeiten weiter geschossen. Dr. Reiner Aghte war mit seinem sechsten Pfeil in der ersten Schießrunde bei dem von Gerd Zimmermann gestifteten Becher erfolgreich. Detlef Nievelstein vervollständigte sein Double in diesem Jahr mit dem erfolgreichen Schuss auf den Becher der Provinzial Versicherung, vertreten durch René Günther, der Büros in Herzogenrath und Baesweiler unterhält.
Den Abend verbrachte die Gesellschaft mit Freunden auf Einladung des neuen Königs Detlef Nievelstein im Fördermaschinenhaus in Merkstein. Im Rahmen der Feier erfolgte eine Würdigung der Leistungen der erfolgreichen Schützen des Samstags und des Sonntags. Professor Dr. Jürgen Karla sprach außerdem einen Dank an den neuen König und seine Gattin, Eva Nievelstein, aus und überreichte einen Blumenstrauß. Dem schloss sich auch Bürgermeister Dr. Benjamin Fadavian an, der ein Grußwort seitens der Stadt Herzogenrath an die Gesellschaft sprach. Die Gesellschaft dankte ihrerseits der Stadt und ihren Bediensteten für die tatkräftige Unterstützung des Schützenfestes – eine Einrichtung, wie sie vom Gutachter des Schießens am Folgetag als einmalig in Deutschland bezeichnet wurde.
Der Montag begann früh mit der turnusmäßigen Begehung des Schießstandes durch einen Gutachter und die Polizei Aachen. Der Gesellschaft wurde dabei ein mängelfreier Aufbau des Schießstandes bescheinigt, so dass die Schießgenehmigung auch für die kommenden Jahre erteilt wurde.
Das Schießen am Montag wurde ebenfalls von der Harmonie Cäcilia musikalisch begleitet, nachdem mit Detlef Nievelstein an der Spitze ein Festzug durch Herzogenrath erfolgte. Entsprechend motiviert waren die Schützen, so dass Matthias Schillings das „Finanzdouble“ gelang: Er errang nacheinander sowohl den Becher der Sparkasse Aachen als auch den Becher der VR Bank Region Aachen. Den Abschluss des Schützenfestes gestaltete dann Dr. Rolf Wieland mit dem richtigen Händchen beim Schuss auf den zu Ehren von Maria Schöngen gestifteten Becher.
Den Abend verbrachte die Gesellschaft auf Einladung des neuen Ersten Schützenmeisters Professor Dr. Jürgen Karla und seiner Gattin Eva Karla im Pfarrheim St. Mariä Himmelfahrt, wo mit Musik, tollen Gesprächen und Schnittchen der Abschluss des Schützenfestes begangen wurde.
Wolfgang Schmitz wurde König der St. Sebastiani Armbrustschützen-Gesellschaft anno 1250 und kann damit im nächsten Jahr Kaiser der Gesellschaft werden.
Nach alter Tradition feierte eine der landesweit ältesten Gesellschaften ihrer Art, die St. Sebastiani Armbrustschützen-Gesellschaft anno 1250 Herzogenrath, am ersten Wochenende im Juli ihr großes Schützenfest.
Damit ist die inzwischen 773 Jahre alte Gemeinschaft schon 186 Jahre auf dem Terrain am Fuchsberg beheimatet, denn die Annalen sagen, dass hier bereits im Jahre 1837 der erste Königsvogel geschossen wurde. Die teilnehmenden Schützen – in diesem Jahr zehn Personen – schießen im Halbrund stehend auf den gelben Holzvogel, der auf einer 34 Meter hohen Stange oben auf dem Berg befestigt ist. Eine Schießrunde dauert jeweils 15 Minuten. In dieser Zeit hat jeder Schütze 23 Pfeile, die er abschießen kann, zur Verfügung. Um die Schützen vor den von der Stange oft unberechenbar zurückprallenden Pfeilen zu schützen, wird über ihren Köpfen ein Netz gespannt.
Die Schießaufsicht lag bei den St. Sebastianus-Schützen aus Afden. Gestartet wurde das große Schützenfest bereits am Samstag, als die Schützen den „Scheibenkönig“ ermittelt haben. In diesem Jahr holte in der fünften Runde mit dem siebten Pfeil Detlef Nievelstein den Vogel in luftiger Höhe von der Stange. Im Anschluss wurde der Preis des Ehrenschützen Gerd Zimmermann ausgelobt. Diesen konnte Professor Dr. Jürgen Karla erringen, der damit in zwei aufeinander folgenden Jahren hierbei erfolgreich war.
Der Sonntag begann für die Schützen mit einem Gottesdienst in St. Gertrud, gehalten durch Schützenkaplan Dr. Guido Rodheudt. Am Nachmittag folgte der traditionelle Festzug vom Marienkapellchen zum Fuchsberg. Vorneweg die Harmonie Cäcilia, die St. Sebastianus Schützenbruderschaft Merkstein mit Königspaar Guido und Claudia Binas sowie dem amtierenden Bundeskönig Wilfried Beckers als Gäste, die Hellebardenträger, Pfeiljungen und -mädchen, Einwinder, die Fahne mit Guido Schmetz, die Schützenmeister Jürgen Schmitz und Dr. Tobias Dreßen, Kaiser Wolfgang Essers, die Schützen mit König Wolfgang Schmitz. Nach alter Tradition zogen die Schützen dreimal mit Musik um die Vogelstange, bevor der Erste Schützenmeister Jürgen Schmitz das Schießen eröffnete. Einige Treffer hatte der Vogel bereits erhalten, als Wolfgang Schmitz in der ersten Runde mit seinem 17. Pfeil den Vogel in luftiger Höhe mit einem satten Treffer erlösen konnte. Dieser zerbrach in zwei Teile und „flog“ hinunter. Nach 2009, 2016 und 2022 ist das die vierte Königswürde für Wolfgang Schmitz. König 2023 Wolfgang Schmitz
Erste Gratulanten waren Bürgermeister Dr. Benjamin Fadavian, Schützenkaplan Dr. Guido Rodheudt, Ehrenschütze Gerd Zimmermann und gleich mehrere befreundete Schützen-Gesellschaften. Die Freude war riesengroß, kann doch Wolfgang Schmitz nun im nächsten Jahr auf die Kaiserwürde schießen. Der letzte Kaiser der Gesellschaft ist Wolfgang Essers, der 2012 diese Würde errang.
Fleißig und unermüdlich spielte die Harmonie Cäcilia am Fuchsberg auf, die die Gesellschaft auch beim Abend des Schenkers der Gesellschaft, Dr. Reiner Aghte, unterhielt. Schützenfest 2023
Weitere Silberbecher wurden am Sonntagnachmittag sowie am Montag ausgelobt: Den VR-Bank-Becher holte Detlef Nievelstein. Den von der Provinzial-Versicherung gestifteten Becher konnte Matthias Schillings erfolgreich erringen. Beim Becher zum Gedenken an Maria Schöngen war Wolfgang Essers erfolgreich, bevor Detlef Nievelstein erneut beim Becher der Sparkasse erfolgreich war. Der Königsabend fand anschließend im Hotel „Zur Brücke“ statt.
Die Gesellschaft freut sich, zum Schützenfest 2022 auf den Fuchsberg in Herzogenrath einladen zu dürfen. Am Wochenende des 2., 3. und 4. Juli 2022 werden in traditioneller Manier die Scheiben-, Preis- und natürlich der Königsvogel ausgeschossen.
Die musikalische Begleitung erfolgt durch den Harmonie-Verein Cäcilia 1858 Herzogenrath-Afden, für das leibliche Wohl sorgt die St. Sebastianus Schützenbruderschaft Herzogenrath-Afden.
Das Foto zeigt die St. Sebastiani Armbrustschützen-Gesellschaft anno 1250 Herzogenrath, kurz vor dem Abmarsch zu ihrem traditionellen Schützenfest. Das Foto stammt aus dem Jahr 2019, aufgenommen an der Marienkapelle, in der Mitte mit dem Schützenkönig 2018/2019 Bernd Esser.
Aufgrund der Corona-Pandemie müssen die Schützenfeste 2020 und 2021 abgesagt werden. Insofern wird es in diesem Jahr kein Erinnerungsfoto für den amtierenden Schützenkönig 2019, Georg Matthias Schillings, gegeben.
Mit großem Bedauern hat die Gesellschaft beschlossen, die Schützenfeste 2020 und 2021 abzusagen.
Dies kommt für uns alle sicherlich nicht unerwartet.
Selbst wenn unter Berücksichtigung behördlicher Auflagen das Austragen des Schützenfestes genehmigungsfähig wäre, sind wir davon überzeugt, dass das gesundheitliche Risiko zu hoch sein würde. Wir tragen die Verantwortung für die Pfeilkinder, Einwinder, für unsere Gäste, für alle, die sonst noch Ihren Beitrag zum Schützenfest leisten und selbstverständlich auch für uns selbst.
Schon im Vorfeld musste die Gesellschaft ihr Mittfastenessen auf der Burg Rode absagen. Bei diesem Anlass werden Spenden, die sogenannte Zylinderspende, für einen guten Zweck gesammelt. Im Jahr 2020 hätte diese Spende dem ABK Heim in Herzogenrath zukommen sollen. Das ABK Heim hilft beeinträchtigten Menschen, die Hilfe benötigen, selbständiger leben zu können. Es leistet damit einen wichtigen Beitrag für unser gesellschaftliches Miteinander. Die Schützengesellschaft hat beschlossen, dieser Einrichtung aus Eigenmitteln eine Spende zukommen zu lassen.
Aufgrund der Corona bedingten Absagen verlieren viele Vereine/Gesellschaften die Möglichkeit, Einnahmen zur Finanzierung ihrer Verpflichtungen zu generieren. Um hier einen Beitrag zu leisten wird die Gesellschaft dem Harmonie-Verein Caäcilia 1858 Herzogenrath-Afden e.V. sowie der St. Sebastianus Schützenbruderschaft Herzogenrath-Afden 1850 e.V. ebenfalls eine Spende zukommen lassen. Die Schützengesellschaft möchte damit ihre besondere Verbundenheit zu diesen beiden Vereinen zum Ausdruck bringen. Die Jahre 2020 und 2021 sind geprägt von Absagen traditioneller Veranstaltungen. In der Hoffnung, dass diese im Jahr 2022 wieder stattfinden können, freut sich die Schützen-Gesellschaft ganz besonders darauf, viele Gäste zum Schützenfest 2022 auf dem Fuchsberg wieder begrüßen zu dürfen.